Nach der 10 Tagestour durch Frankreich soll die Varadero jetzt den Alpentest über sich ergehen lassen. Schwer beladen mit 2 Personen samt Gepäck, hat sie sich in Frankreich wacker geschlagen. Jetzt geht's auf verschärfte Solotour in die Alpen.

20.06.: Beim Fischerwirt war für heute kein Zimmer zu bekommen. Deshalb werde ich heute ausnahmsweise nicht über Autobahn nach Achenkirch durchziehen, sondern eine Zwischenübernachtung bei Det in Sommerhausen machen. Die Autobahn kann mich daher heute kreuzweise. Landstraße ist schwer in Ordnung.

Es ist leicht bedeckt und die Temperaturen sind sehr angenehm, als ich um 10:30 Uhr losfahre. Vorher habe ich noch die Varadero aus der Garage in Hüsten abgeholt, voll getankt und die üblichen Checks (Öl, Luft, etc.) gemacht.

Entspannt und ohne Hetze geht es über Landstraße erst rein nach Hessen und dann ist auch schon Franken erreicht. Ich bin viel zu schnell unterwegs und wenn ich auf direktem Weg so weiterfahre, bin ich weit vor der vereinbarten Zeit bei Det. Daher mache ich noch einen kleinen Abstecher ins Taubertal.

Kurz vor der Ankunft in Sommerhausen geht heute zum ersten Mal die Reserveleuchte an. Es ist schon erstaunlich, wie weit man mit der Vara mit einer Tankfüllung kommt. Gegen 18:00 Uhr und 395 km erreiche ich schließlich Det´s Rebschulbetrieb, wo Det und Tommy bereits auf mich warten. Kurz geduscht und verstärkt durch Det´s Frau Pe und Volker geht es in den Nachbarort zum Italiener, wo ein mehrgängiges Fischmenü für eine ordentliche Unterlage für den folgenden Weinabend auf Det´s und Pe´s Terrasse sorgt. Bis spät in die Nacht müssen dann noch etliche von Det´s Bocksbeuteln getestet und vernichtet werden.

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21.06.: Tommy und Volker finde ich am nächsten Morgen auf der Terrasse. Weit haben sie es also nicht mehr geschafft. Det taucht ziemlich angeschlagen gegen 10:00 Uhr auf und es sieht nicht so aus, als ob er mich wie versprochen noch einen Stück des Wegs begleiten könnte.

Um 11:00 Uhr ist die Resthoffnung auf einen Wegbegleiter bei mir endgültig begraben und ich mach mich über die B13 bis Ingolstadt alleine auf den Weg. Ab Ingolstadt nehme ich dann bis Holzkirchen die Autobahn und treffe schließlich gegen 16:00 Uhr in Achenkirch ein.

Jupp und Klaus treffen mit Wagen und Motorradanhänger kurze Zeit später ein. Begleitet von Schorsch auf der Suzuki. Schnell den Anhänger abgeladen und noch eine kurze Spritztour auf die Mautstraße von Pertisau.

Um 18:30 Uhr und nach 411 Tageskilometern kann ich die Varadero dann endlich beim Fischerwirt für heute abstellen.

22.06.: Nachdem Schorsch endlich seine Handschuhe gefunden hat, fahren wir leicht verspätet los. Zunächst über Volders und Ellbögen nach Matrei am Brenner, wo die Hölle los ist. Tausende Motorradfahrer machen es zeitweise unmöglich, die Straße zu überqueren. Nachdem wir es nach einer langen Weile doch endlich geschafft haben, schauen wir uns das Treiben bei einem Kaffee an "unserer" Bude in Matrei an.

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Ein Motorradpulk nach dem anderen zieht an uns vorbei. Die örtliche Gendarmerie, sonst immer schnell mit Strafmandaten dabei, ist heute total überfordert und macht gar nichts. Sieht dem Aufmarsch genau so zu wie wir. Langsam fällt uns ein, dass der Donnerstag zuvor Feiertag war und es sich hier wohl um die Rückreisenden vom verlängerten Wochenende handelt. Zum Glück für uns fahren die meisten Krattisti Richtung Innsbruck - also in Gegenrichtung - und stören uns nicht weiter auf der Fahrt Richtung Italien.

Oben auf dem Penser Joch ist daher zwar auch der übliche Trudel, aber bei weitem nicht so schlimm, wie es die Massen unten im Tal hätten vermuten lassen. Nach dem Mittagessen im Alpenrosenhof mit Käse- und Spinatknödeln geht es weiter ins Sarntal und über den Ritten zurück.

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Unten im Eisacktal ist es inzwischen wesentlich ruhiger geworden. Ohne größere Behinderungen können wir daher über den Brenner zurück nach Achenkirch fahren, wo wir gegen 18:30 Uhr und nach 360 km ankommen.

23.06.: Um 09:30 Uhr fahren wir los. Es ist warm und sonnig. Durch das Brixental und über den Paß Thurn erreichen wir Mittersil und von da aus fahren wir weiter zur Großglockner Hochalpenstraße. Eigentlich wollten wir dann über Lienz und Felbertauerntunnel zurück fahren, aber bei der Mittagsrast kurz hinter Heiligenblut wird der Himmel immer schwärzer und wir beschließen, über den Großglockner zurück zu fahren.

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Richtung Mittersill und Gerlos versuchen wir dem Gewitter davon zu fahren, schaffen es aber nicht ganz. Kurz vor Gerlos holt uns das Gewitter ein. Macht aber nichts. Beim Kammerlander war sowieso eine Kaffeepause geplant und nachdem die beendet ist, regnet es zwar noch ein wenig, aber wenigstens ist das Gewitter vorbei.

Wie schnell sich in den Alpen das Wetter ändern kann, ist kurze Zeit später zu sehen. Bei unserer Ankunft in Achenkirch scheint schon wieder die Sonne und wir können unser "Tagestourabschlussbier" draußen auf der Terrasse zu uns nehmen.

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Dabei taucht dann auch Hannes, ein Bekannter aus dem MOF auf, der hier in den Alpen für eine Woche eine Yamaha FJR Probe fahren möchte auf. Kurze Zeit später läuft auch Wigbert, ebenfalls ein MOFler, auf der Rückfahrt von Slowenien ein. Während Hannes uns morgen noch auf einer Tour begleiten will, ist für Wigbert der Fischerwirt nur Zwischenstopp für seine morgige Heimreise.

24.06.: Nachdem wir uns von Wigbert verabschiedet haben, brechen wir zusammen mit Hannes auf. Über Innsbruck-Kematen geht es heute erst einmal hoch auf den Kühtai Sattel. Anschließend durch das Ötztal zum Timmelsjoch und wo machen wir wohl unsere Mittagspause und was essen wir? Natürlich gibt es Knoblauchspagetti im Gasthof Saltnuss im Passeiertal, was auch sonst.

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Kurz vorher haben uns noch ein paar Regentropfen erwischt. Das war dann aber auch schon alles für heute. Warm und sonnig, wie es bereits auf der Hinfahrt war, geht es auch über Jaufen und Brennerpass zurück.

Nach dem Abendessen beim Fischerwirt gehen wir noch auf einen Absacker rüber zu Franz. Leider bleibt es nicht bei dem einen Absacker und letztendlich wird es sehr spät heute.

25.06.: Gut, dass heute Ruhetag ist. Die Nacht bei Franz war doch etwas heftig. Hannes verabschiedet sich Richtung Steiermark und wir machen eine ruhige, beschauliche Runde zum Sylvenstein Stausee, über die Mautstraße nach Wallgau und dann fällt Jupp ein, dass er eigentlich seinen Freund Schorsch bei Mittenwald besuchen könnte. Bei Georg gibt es Kaffee und danach müssen wir natürlich noch nach Krün zum Leberkäs essen.

Über Benediktbeuren geht es anschließen nach Bad Tölz, wo wir uns trennen. Klaus und "unser" Schorsch besuchen das Alpamare um die alten Knochen wieder auf Vordermann bringen zu lassen, während Jupp und ich zurück nach Achenkirch fahren. Jupp muss sich da um die defekte Anhängerkupplung kümmern und ich setze mich auf den Balkon und lese ein wenig.

26.06.: Nach dem Ruhetag am Mittwoch ist heute wieder ein richtiger Fahrtag. Bereits um 08:30 Uhr geht es los und vorerst einmal über die Autobahn Richtung Landeck, bevor wir hoch auf den Reschenpass fahren.

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Danach machen wir Rast am Bahnhof von Spondigna. Hier hatten wir auch im letzten Jahr einen Stopp eingelegt und erst später hatte ich erfahren, dass im Bahnhof ein weiterer Bekannter aus dem MOF sein Büro hat. Diesmal treffen wir uns natürlich mit JvS (Jürgen vom Stilfserjoch) und trinken zusammen einen Kaffee.

Anschließend trennen wir uns von Schorsch, der sich das Stilfser Joch nicht zutraut. Während Schorsch am Bahnhof bleibt und auf uns wartet, fahre ich mit Jupp und Klaus hoch auf das Joch. Zurück geht es dann über den Umbrail, der streckenweise immer noch nicht vollständig geteert ist, und die Schweiz. Den Bogen beenden wir wieder am Bahnhof, wo wir Schorsch aufsammeln und weiter Richtung Meran zum Mittagessen fahren.

Wir haben Glück und erreichen kurz vor 14:00 Uhr noch ein offenes Hotelrestaurant, wo ich mir die hervorragenden Spagetti Carbonara schmecken lasse. Die 10 Minuten nach uns eintreffenden Motorradfahrer sind allerdings schon zu spät dran und bekommen leider nichts mehr.

Zurück nach Achenkirch geht es dann über den Jaufen und den Brenner. Gegen 18:30 Uhr und nach 475 km erreichen wir schließlich den Fischerwirt und haben uns unser Bierchen für heute redlich verdient.

Das abendliche Gewitter beschert uns dann noch einmal einen Wandertag. Es treibt uns beim Abendessen von einem Tisch zum anderen, bis es uns schließlich zu bunt wird und wir uns nach innen in die Kneipe verziehen.

27.06.: Abfahrt um 09:30 Uhr über Kufstein, Thiersee und Ursprungspaß zum Sudelfeld. Danach weiter über Benediktbeuren und Starnberg zum Kloster Andechs, wo wir mit der Schwester von Klaus verabredet sind. Nachdem wir unsere Motorräder endlich richtig geparkt haben (unser erster Parkplatz gefiel dem Abt nicht, da er direkt in einer abgesperrten Zone unter seinem Fenster war) können wir uns die von Kläuschens Schwester mitgebrachte Brotzeit (Haxe und Braten mit Beilagen) schmecken lassen.

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Nach einem kurzen Abstecher nach München erwischen uns auf der Rückfahrt nach Achenkirch mehrere schwere Gewitter und Achenkirch erreichen wir nach 325 km klatschnass - von innen total verschwitzt und von außen verregnet.

Zum glorreichen Abschluß dieses Tages stellt Jupp dann beim beladen des Anhängers fest, dass die Elektrik der Kupplung immer noch nicht richtig funktioniert (hätte er das bereits am Mittwoch überprüft, wäre ihm heute einiges erspart geblieben). Es ist bereits 22:30 Uhr, als er endlich mit dem reparierten Anhänger wieder beim Fischerwirt eintrudelt.

28.06.: Als ich morgens beim Frühstück erscheine, sind meine drei Kollegen bereits lange unterwegs. Um 10:30 Uhr breche ich dann auch auf. Der Himmel ist bedeckt, aber es regnet nicht. Schwülwarm wird die Fahrt. Den ersten Stopp mache ich in Greding. Der Himmel ist teilweise pechschwarz, aber außer ein paar Tropfen bekomme ich nichts ab. Ankunft in Ense ist gegen 18:30 Uhr nach 692 km.

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