Aller guten Dinge sind vier! Gut, heißt ein bisschen anders, aber passt in diesem Fall besser. Zum vierten Mal geht es also in diesem Jahr in die Alpen. Diesmal ist wieder meine Sozia Vera dabei.

29.09.: Bei der Abfahrt ist es noch ein wenig kühl und das soll sich im Laufe des Tages auch nicht viel ändern. Zumindest ist es relativ trocken. Abgesehen von wenigen Tropfen kann man sich eigentlich nicht beklagen. Da Det für TOURMET auf Scoutingtour im Piemont ist, entfällt der sonst obligatorische Zwischenstopp in Sommerhausen und wir sind bereits am frühen Nachmittag in Holzkirchen, wo wir endlich die Autobahn verlassen können. Kurz nach Abfahrt sehe ich vor mir ein Zugfahrzeug mit einer gelben Speedy auf dem Anhänger: Das kann nur Sascha sein! Jou, er ist es: kurz angehupt und vorbei.

In Achenkirch stehen vor dem Fischerwirt schon zwei neue 1200er GS. Manni und Brigitte sind schon länger da und haben die Motorräder bereits abgeladen. Vergebliche Liebesmüh: da Brigitte eine Grippe erwischt hat, kann sie nicht fahren und die Motorräder kommen am nächsten Tag wieder auf den Anhänger. Manni und Brigitte werden uns in den nächsten Tagen im Auto "verfolgen". Sascha trifft kurze Zeit später ein und eine Stunde später mit Michi, Sigi, Jupp, Jomi und Michael der Rest der Gruppe. Die fünf haben den Anhänger beim Maisberger in Neufahrn abgestellt und sind zumindest eine kleine Etappe auf den Motorrädern gefahren. Ach so: ... und sind dabei nass geworden. Erwähnte ich schon, dass es kurz nach unserer Ankunft in Achenkirch angefangen hat zu regnen? Déjà vu!

30.09.: Das heutige Etappenziel ist das Hotel Post in Heiligenblut. Vorerst geht es aber erst einmal auf die Zillertaler Höhenstraße (trotz heftiger Proteste von Michi). Die Strecke ist in Waldstücken zwar noch feucht, aber nach dem Regen der letzten Nacht scheint inzwischen wieder die Sonne. Die Umleitung über die Schotterstrecke existiert auch nicht mehr. Schade eigentlich! Ich hatte mich schon auf die Offroad-Einlage und vor allem auf die Kommentare einiger Mitfahrer gefreut.

Nach der Zillertaler Höhenstraße fahren wir nach einer kurzen Rast am Speicher Durlaßboden

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über die alte Gerlos-Bundesstraße, die inzwischen wieder einigermaßen in Schuss ist, zur Mittagspause nach Mittersill und anschließend weiter zur Großglockner Hochalpenstraße, wo wir uns an der Franz-Josefs-Höhe sammeln um geschlossen nach Heiligenblut einzufallen. Apropos fallen: 500 Meter vor der Mautstelle fällt Sigi ein, dass eine Straßenbreite für sie nicht genug ist und knallt im Gegenverkehr seitlich in einen Van. Danach sind sowohl ihre Kawa (für längere Zeit) und der Van (kurzfristig) nicht mehr fahrtüchtig. Zum Glück ist aber weder ihr noch dem Autofahrer etwas Ernsthaftes passiert. Unsere Motorradgruppe hat sich damit aber um ein weiteres fahrendes Mitglied reduziert und die Autogruppe hat Zulauf bekommen. Da Sascha am nächsten Tag mit dem (Ab-)Transport der maroden Kawa beschäftigt ist, wird die Motorradgruppe noch einmal um den Faktor 1 verringert.

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Noch kurz zum Abendessen im Hotel Post:

Seit unserem letzten Aufenthalt im Mai hat entweder der Koch gewechselt oder der alte Koch ist frisch verliebt. Sowohl die Vorsuppe als auch das Hauptgericht sind derart versalzen, dass die komplette ungenießbare Masse zurück in die Küche wandert. Als kleinen Ausgleich bekommen wir eine Käse/Schinkenplatte (Alternativgerichte wurden von uns abgelehnt - bei Käse und Schinken kann der Koch nichts falsch machen), die zwar reichlich und liebevoll garniert ist, aber trotz allem nicht über die miserable Küchenleistung hinwegtäuschen kann.

01.10.: Unsere Gruppe hat sich inzwischen ziemlich reduziert. Heute sind es nur noch 5 Motorräder die sich über den Kreuzbergsattel auf den Weg zum Nassfeldpass machen. Auf dem anschließenden Weg zum Plöckenpass

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wird das Wetter schlechter und kurz vor Lienz erwischt uns dann ein so schweres Gewitter, dass wir uns ein paar Kilometer vor dem Ziel noch unterstellen müssen. Bei unserer Ankunft im Jesacherhof in St. Jakob im Defereggental scheint aber bereits wieder die Sonne.

Nach dem verkorksten Abendessen gestern bekommen wir heute das absolute Gegenteil. Das Essen wie natürlich auch das Hotel sind Spitze!

02.10.: Heute ist der letzte richtige Tourtag. Zuerst muss einmal der Staller Sattel überwunden werden. Trotz oder gerade wegen der Ampelregelung hat man auf der engen Einbahnstraße, die im Wechsel nur von der einen oder anderen Richtung offen ist, immer ein ungutes Gefühl. Man weiß nie, ob einem nicht doch ein verspäteter Schnarchsack entgegenkommt. Auf der gut ausgebauten Strecke im Antholzertal kann man es dann wieder zügig laufen lassen.

Weiter geht es Richtung Dolomiten. Über Cortina d´Ampezzo fahren wir zum Passo di Falzárego

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und von da aus weiter über den Valparolapass zum Grödnerjoch.

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Mittagspause machen wir kurz darauf in Wolkenstein, wo es das berühmte Hasen-Ragú zu den Tagliatelle gibt , bevor wir über Sterzing und alte Brennerstraße zurück zum Achensee fahren. Da beim Fischerwirt in Achenkirch heute keine Zimmer mehr zu bekommen waren, übernachten wir heute im Hotel Rotspitz in Maurach.

03.10.: Die Rückfahrt nach Hause ist ätzend. Ein Stau nach dem anderen. Erst spät am Abend kommen wir in Höingen an. Immerhin hatten wir heute wieder schönes Wetter.

Das war es für 2004. Mal sehen, was wir im nächsten Jahr machen. Frankreich wäre mal wieder schön.

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