Auch in diesem Jahr soll ich wieder als Tourguide für Motorradreisen Thür tätig werden. Eigentlicher Tourstart ist erst am 23. Juni, aber Vera und ich wollen uns vorher noch ein paar ruhige Tage beim Fischerwirt in Achenkirch machen und fahren bereits ein paar Tage vorher los.

19.06.: Heute geht es endlich los. Da der Fischerwirt erst ab heute ein Zimmer für uns frei hat, wird das für Vera eine kurze Woche, da sie bereits am kommenden Samstag schon wieder zurück muss. Gegen 10:00 Uhr ist Abfahrt: Vera mit meinem Wagen, der auch noch mit den Seitenkoffern der Varadero beladen wurde und ich mit der Varadero, die noch schnell mit Sprit gefüllt werden muss. Wettermäßig haben wir es gut getroffen. Es ist sonnig, aber nicht zu warm.

Die Anfahrt nach Achenkirch gehört zu den unangenehmen Teilen so einer Tour. Ohne längere Autobahnetappen ist die Strecke an einem Tag schlecht zu schaffen. Also erst einmal Autobahn bis Würzburg. Obwohl ich mit Vera keinen Treffpunkt ausgemacht habe, treffen wir uns unerwartet nach knapp 200 km bei der ersten Pause am Rastplatz Großenmoor an der A7. Von nun an werden wir uns bis Achenkirch aber nicht mehr treffen. Vera fährt ab Biebelried weiter über die Autobahn und ich fahre nach einer Kaffeepause bei Det in Sommerhausen über die B13.

Außer Det stand eigentlich noch Norbert "Muffel" Böhm in Ohrenbach-Reichardsroth, dessen Gasthof "Zur frohen Einkehr" wir für unsere Jahresabschlusstour geblockt haben, auf meiner Belästigungsliste. Die Kaffeepause bei Det hat aber wieder einmal länger als geplant gedauert und den mit Norbert vereinbarten Termin kann ich deshalb nicht einhalten. Bis spätestens 14:30 Uhr hätte ich bei ihm ankommen müssen, da er danach andere Termine hat. Ich bin aber erst gegen 14:45 Uhr in Uffenheim.

Hat nicht sollen sein, also weiter über die B13 bis Ingolstadt und dann wieder BAB bis Holzkirchen. Abgesehen von ein wenig zähflüssigem Verkehr um München komme ich gut durch. Für die Weiterfahrt nach Achenkirch wähle ich die angenehmere Strecke über Bad Tölz und den Sylvensteinstausee, da ich mir das Touri-Gehampel rund um den Tegernsee nicht antun will. Kurz nach 19:00 Uhr und nach 692 km treffe ich in Achenkirch ein, wo Vera bereits vor unserem Hotel die letzten Sonnenstrahlen genießt.

20.06.: Morgens ist noch schönes Wetter. Nach dem Frühstück wollen wir heute Sabine und ihren Ableger Yannick in Sonthofen besuchen. Um 10:00 Uhr fahren wir erst einmal zur örtlichen OMV tanken und eine Vignette kaufen. Die wäre zwar heute eigentlich nicht nötig, da heute keine Autobahnfahrt in Österreich geplant ist, aber erstens weiß man ja nie wie´s kommt und zweitens wird die Plakette in den nächsten Tagen sowieso noch benötigt und die 10 Tage Laufzeit ab heute kommt für den Tourzeitraum genau hin.

Die Fahrt führt uns am Sylvensteinstausee vorbei und über die Mautstraße nach Wallgau. Über Garmisch-Partenkirchen, das Namlos- und das Tannheimertal erreichen wir das Oberjoch.

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Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung bis nach Sabine, die bei unserer Ankunft gerade Yannick zu Mittag füttert. Für uns gibt es später einen selbstgemachten Hefezopf, den wir aber alleine, ohne gefüttert zu werden essen dürfen. Vera ist von Yannick gar nicht mehr loszueisen, während ich mich eher um die aufziehenden Wolken sorge. Das sieht nicht gut aus und daher dränge ich gegen 15:00 Uhr zum Aufbruch.

Erste Station der Rückfahrt ist wieder das Oberjoch. Weiter geht es über Pfronten und die "Romantische Straße" vorbei am Forggen- und Bannwaldsee Richtung Murnau am Staffelsee. Der Himmel zieht sich immer mehr zu und dann ist auch noch die direkte Strecke zum Kochelsee gesperrt. Die Umleitung über Sindelsdorf und Bichl kostet uns eine ¼ Stunde und ist bei dem aufziehenden Gewitter ziemlich lästig. Als wir an der Mautstation Walchensee-Jachenau ankommen schlagen die erste Blitze ein und es fängt an zu regnen. Damit ist Jachenau für heute gestorben. Über die Straße von Wallgau nach Vorderriß geht es wesentlich schneller zurück. Je näher wir dem Sylvensteinstausee kommen, umso weniger wird der Regen. Am Sylvenstein selbst ist wieder alles trocken, Richtung Lenggries sieht es allerdings übel aus. Gut, dass wir nicht die Jachenauer Strecke gefahren sind.

Nach unserer Rückkehr um 18:30 Uhr und 370 Tageskilometern fängt es auch in Achenkirch an zu gewittern. Die Gewitterfront, die uns vom Walchensee "gefolgt" ist, trifft auf eine Front, die aus dem Inntal hochgezogen ist. Trocken beim Bier sitzend sehen die Blitze über den Bergen aber wieder schön aus.

21.06.: Das Gewitter und der Regen haben sich in der Nacht ausgetobt. Morgens ist der Himmel zwar noch bedeckt, aber es regnet zumindest nicht mehr. Vera will unbedingt endlich einmal den Kirchturm im Reschensee sehen. In all den Jahren war sie nie bei einer Tour dabei, bei der sie den Turm hätte sehen können. Die einwöchigen Alpentouren hat sie bisher nicht mitgemacht und bei den Jahresabschlusstouren steht die Tour zum Reschensee nicht auf dem Programm.

Heute wird sich das ändern. Auf der Fahrt nach Landeck bekommen wir ein bisschen Regen ab, aber wirklich nur minimal. Das ändert sich bei der Kaffeepause in Pfunds. Ist es bei unserer Ankunft noch relativ schön, zieht sich der Himmel wieder mal recht schnell zu und kurz darauf haben wir wieder ein heftiges Gewitter. Wir haben Zeit, trinken einen Kaffee mehr und warten das Ende ab.

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Nachdem das Gewitter abgezogen ist, geht es weiter nach Samnaun. Heute scheint uns aber das Pech zu verfolgen. Kaum haben wir die Varadero mit zollfreiem Sprit vollgetankt und ein paar Einkäufe gemacht, geht es wieder los. Diesmal trifft es uns während der Fahrt und dicke Hagelkörner sind auch dabei. Gewitter auf dem Mopped muss nicht unbedingt sein und ein Zwangsstopp in der nächsten Galerie ist nicht die schlechteste Lösung. Während wir abwarten, dass sich zumindest das Gewitter verzieht, winken wir den vorbeikommenden Dosenfahrern freundlich zurück. Warum gibt es davon eigentlich heute auf dieser sonst kaum befahrenen Straße so viele?

Das Gewitter ist vorbei und wir fahren weiter. Kurz darauf hört auch der Regen auf und den Reschensee erreichen wir bereits trocken. Vera kann endlich "ihren" Turm sehen. Aber wie jetzt weiter? Das Vinschgau runter sieht es wettermäßig nicht besonders aus und die Strecke war auch eigentlich nicht in meiner Tourplanung für heute. Zurück wollte ich eigentlich über die Piller Höhe. Ob das Wetter da inzwischen besser geworden ist? Wir fahren nachsehen.

Auf der Rückfahrt wird mir dann auch klar, warum die Strecke über Martina heute so gut befahren ist. Die "normale" Verbindungsstrecke zum Reschenpass ist zwischen der Kajetansbrücke bis hinter Nauders gesperrt. Der ganze Verkehr wird über Martina umgeleitet. Also noch einmal über die Norberthöhe und dann das Oberinntal runter bis Fließ, wo ich die endgültige Entscheidung über die Weiterfahrt treffen will. Sollte es noch regnen, geht´s über die Autobahn zurück. Die Piller Höhe im Regen muss nicht sein. Aber in Fließ ist es wieder trocken und vereinzelt bekommen wir sogar Sonnenstrahlen ab. Also geht es aufwärts auf die Piller Höhe, die wir fast für uns alleine haben. Anschließend runter ins Pitztal und kurz darauf bei Haiming über Haimingerberg und den Silzer Sattel wieder hoch zum Kühtaisattel.

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Achenkirch erreichen wir gegen 18:15 Uhr nach 381 km trocken. Jomi und Penno sind auch schon da und wollen die morgige Tour mit uns fahren.

22.06.: Veras letzter Tag in Achenkirch. Darum darf sie heute noch einmal entscheiden, wohin wir fahren und sie will Knoblauchspaghetti essen. Heißt tourtechnisch: Kühtaisattel – Timmelsjoch Hochalpenstraße – Jaufenpass!

Um 9:30 Uhr fahren wir los. Das Wetter ist noch gut. Kühtai, das Ötztal und auch das Timmelsjoch haben wir noch Sonnenschein. Unser sonst gut besuchter Knoblauch-Spaghetti-Stamm-Gasthof Saltnuss im Passeiertal ist zur Mittagszeit verdächtig leer. Wir setzen uns draußen auf die Terrasse und nachdem die Wirtin uns erkannt hat, wissen wir auch, warum es so leer ist: Es gibt nicht nur keine Spaghetti aglio e olio mehr (die sowieso nie auf der Karte standen und nur für uns gemacht wurden), auch alle anderen warmen Mittagsgerichte sind gestrichen. Die Küche ist geschlossen und es gibt in Zukunft "nur" noch eine sehr kleine Imbisskarte.Heul

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Watt nu? Etwas Warmes braucht der Mensch und nach einem schnellen Kaffee fahren wir runter nach St. Leonhard, wo wir in der Passeier Weinstube noch eine Pizza und Salat bekommen. Allerdings mit ziemlicher Wartezeit, da vor uns eine ca. 40-köpfige Gruppe Motorradfahrer angekommen ist. Diese Gruppe wird uns den Brenner runter noch einmal aufhalten.

Nach dem Mittagessen werden die Regenklamotten (soweit vorhanden) angezogen. Es hat mal wieder angefangen zu regnen und der Regen begleitet uns zum Teil heftig auf der gesamten Rückfahrt über den Jaufenpass und die alte Brennerbundesstraße. Leider hatten wir nicht mehr die Möglichkeit die große "Pizza-Gruppe" vor der Abfahrt ins Stubaital vollständig zu überholen. Jetzt hängen wir mitten in dem Pulk und zuckeln gemächlich nach Innsbruck runter.

Sonne gibt es erst wieder in Achenkirch, wo wir gegen 18:30 Uhr und nach 330 km ankommen. Inzwischen ist auch unser letztes Gruppenmitglied Klaus dort angekommen. Morgen beginnt die eigentliche Alpentour.

23.06.: Vera ist nach dem Frühstück heim nach Höingen gefahren und als Einstimmung auf die Alpenwoche will ich heute mit dem verbleibenden Rest erst einmal auf die Zillertaler Höhenstraße fahren.

Vorher muss aber noch eingekauft werden. Die gestrige Regenrückfahrt hat auf unseren Alpenneuling Penno und "Halbneuling" Jomi einen ziemlich feuchten Eindruck hinterlassen. Klaus ging es auf der Anfahrt nach Achenkirch auch nicht besser. Regenklamotten werden benötigt. Erster Versuch beim örtlichen Sporthandel Bußlehner, wo Klaus eine (nicht ganz preiswerte) Regenhose ersteht. Zweiter Versuch beim KTM Händler im Zillertal. Hier wird Jomi fündig und kann eine zweiteilige Regenkombi kaufen. Penno geht leer aus. In seiner (Über-)Größe ist nichts vorrätig und auch der gut gemeinte Tipp vom KTM Händler mit dem Baumarkt in Kaltenbach fruchtet nicht. Nichts Passendes vorrätig. Hoffen wir für Penno, dass es heute trocken bleibt.

Noch sieht es gut aus. Erst einmal geht es in Ried hoch auf die Zillertaler Höhenstraße. Trotz einiger Wolkendurchfahrten ist die heute gut zu fahren, da sie wegen dem nicht ganz so schönen Wetter nicht so überlaufen ist. An vielen Stellen reißen die Wolken auf und bieten einen Ausblick in das sonnige Zillertal. Bei unserer Rast auf der Hirschbichl-Alm ist das leider nicht so. Im Nebel bzw. in tiefhängenden Wolken kann es empfindlich kalt werden.

Unten in Hippach sieht es wieder wesentlich besser aus. Also machen wir noch einen Abstecher zum Gerlospass. Wir haben Zeit und fahren deshalb beide Gerlos-Straßen: Nach einer kurzen Pause oberhalb des Speichersees Durlassboden erst einmal die Mautstrecke mit Ausblick auf die Krimmler Wasserfälle und zurück über die alte Gerlos Bundesstraße. Bei unserer letzten Rast in Gerlos beim Kammerlander fängt es wieder an zu regnen. Aber Penno hat Glück: Pünktlich zu unserer Abfahrt hört es wieder auf und nach 206 km sind wir gegen 18:30 Uhr trocken zurück in Achenkirch.

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24.06.: Als gestern Abend auf den Bergen die Johannisfeuer aufloderten, hätte eigentlich nach all den Jahren auch mir ein Licht aufgehen müssen. Aber auch dieses Jahr laufen wir (fast) in die Falle: Herz-Jesu-Prozessionen!

Bei schönem Wetter fahren wir um 09:40 Uhr los. Bis Terfens denke ich mir noch nichts Böses, aber da steht er wieder auf der Kreuzung und versperrt die Durchfahrt: DER FEUERWEHRMANN! Aaargh!Und da geht mir endlich das persönliche Johannislichtlein auf: Heute finden wieder überall in Tirol die Herz-Jesu-Prozessionen statt. Die Durchfahrtsstraßen durch die kleinen Orte sind gesperrt und die Strecke über Ellbögen nach Matrei am Brenner können wir bis Mittag vergessen. Kurz entschlossen ändere ich die Tour für heute etwas ab: Die Volderwald -> Matrei Strecke werden wir auf dem Rückweg nehmen und die Anfahrt heute über die Brennerbundesstraße machen.

Die Sperrung in Terfens gibt mir außerdem Gelegenheit, die sehr schöne Strecke über Gnadenwald bis Hall zu wählen. Normalerweise wählen wir die für diese Tour nicht, aber über die B171 möchte ich nun wirklich nicht fahren. Dann geht es weiter zur ersten Kaffeepause nach Matrei und anschließend über Sterzing hoch auf das Penser Joch. Zu Mittag im Alpenrosenhof gibt es natürlich "Knödel Bis", die uns für die Weiterfahrt hinunter ins Sarntal und für den Aufstieg auf den Ritten stärken.

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Die neu gekauften Regenklamotten von Jomi und Klaus wirken übrigens bereits. Wir haben seit der Abfahrt in Achenkirch herrliches Wetter und es ist ziemlich warm. Unten im Tal ist es bestimmt noch wesentlich wärmer Ich bleibe mit der Gruppe also möglichst lange oben auf dem Ritten, lasse die Abfahrt in Barbiano rechts liegen und fahre erst etwas später runter ins Eisacktal nach Klausen. Kaffeepause machen wir am Bikertreff am Hotel Sachsenklemme. Oben am Brenner sieht es dann so aus, als ob die Regenklamotten heute doch noch zum Einsatz kommen könnten. Bei der Abfahrt von der Brennerbundesstraße in Matrei nieselt es leicht. Oben am Berghang sieht man allerdings, dass es Richtung Innsbruck noch schlimmer ist. Dort regnet es bereits heftig. Unser Querabstecher über Sistrans und Rinn ist dagegen relativ trocken und nach einem kurzen Stopp an der Karlskirche erreichen wir Achenkirch gegen 19:00 Uhr nach 342 km bei Sonnenschein.

25.06.: Penno und Jomi sind nach den Touren der letzten Tage ganz schön geschafft. Heute wollen wir es darum etwas ruhiger angehen lassen und weil in Achenkirch bei unserer Abfahrt um 10:00 Uhr schönster Sonnenschein ist, entscheide ich mich als ersten Anlaufpunkt für heute für den großen Ahornboden. Über den Sylvenstein, Vorderriß, Hinterriß und den großen Ahornboden erreichen wir den Alpengasthof Eng.

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Danach will Jomi Weißwürstchen essen. Also fahren wir zurück nach Vorderriß und anschließend über Wallgau zu unserem Stammmetzger nach Krün, wo die Weißwürste ruhig noch ein paar Minuten länger hätten ziehen können. Den beiden Neulingen reicht es damit für heute und wir fahren entlang des Walchensees über Jachenau zurück.

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Kurz vor dem Sylvensteinstausee erwischt uns noch ein kurzer, aber heftiger Schauer. Am Grenzübergang nach Österreich vermissen wir dann Klaus, der wegen des kurzen Schauers angehalten und sich in seine schöne, neue, nicht ganz billige Regenhose gezwängt hat. Zum Abschluss wollte ich eigentlich noch beim Waldbauer in Bayerwald ein Stück hausgemachte Kuchen schnabulieren, aber darunter sieht der Himmel schwarz aus. Also zurück nach Achenkirch, wo wir gegen 14:00 Uhr ankommen. Immerhin sind es heute doch noch 162 km geworden.

Eine Stunde später ist auch in Achenkirch wieder Weltuntergang mit Blitz, Donner und Starkregen. Aber wie es in den Bergen so oft ist: bereits 10 Minuten später scheint wieder die Sonne, als ob nichts gewesen wäre.

26.06.: Die Wettervorhersage für die nächsten Tage verspricht nichts Gutes. Darum wollen wir heute den einigermaßen vielversprechenden Tag nutzen und zur Großglockner Hochalpenstraße fahren.

Um 09:30 Uhr geht es los. Es ist kühl, aber trocken und wir haben sogar sonnige Abschnitte. Zuerst fahren wir durch das Brixental und über Kitzbühel zum ersten Stopp auf dem Pass Thurn. Inzwischen haben wir die Hoffnung eigentlich aufgegeben, für Penno noch passendes Regenzeug zu besorgen. Eine vorsichtige Nachfrage im Alm Stüberl auf der Passhöhe gibt aber neue Hoffnung: Ein Händler mit Motorradkleidung gibt es zwar nicht, aber unten in Mittersill soll es ein gut sortiertes Sportgeschäft geben. Der Tipp erweist sich als gut. Penno kann endlich eine passende Regenhose kaufen und ein wärmendes Fleece-Teil findet er auch noch zu einem günstigen Preis.

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Weiter geht es über Zell am See erst einmal bis zur Mautstation von der Großglockner Hochalpenstraße. Das Wetter sieht nicht besonders gut aus und darum lasse ich abstimmen, ob wir trotzdem die 18 € Maut investieren sollen. Nach dem positiven Ergebnis fahren wir weiter und bereuen es nicht. Bis auf die wolkenverhangene Edelweißspitze, auf der man heute rein gar nichts sieht, ist es eine schöne Fahrt. Auf der Rückfahrt von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe machen wir Mittagsrast im Karl-Volkert-Haus, wo wir als einzige Gäste leckere Wiener Schnitzel und Spare-Ribs serviert bekommen.

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Für die Rückfahrt tanken wir noch einmal in Zell am See und über Mittersill und die alte Gerlos Bundesstraße geht es trocken zurück nach Achenkirch, wo wir um 19:00 Uhr und nach 379 km ankommen.

27.06.: Heute ist Ruhetag. Dieses Mal aber richtig: Anstelle der sonst üblichen morgendlichen Minitour bleiben die Motorräder stehen und wir machen uns kurz vor 11:00 Uhr auf zu einer Schiffsrundfahrt über den Achensee.

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Kaum sind wir von der 2-stündigen Rundfahrt zurück fängt es an zu regnen und hört heute auch nicht wieder auf. Die Entscheidung, die Motorräder heute stehen zu lassen, war gar nicht mal so schlecht. Morgen soll das Wetter wieder besser werden und das Stilfser Joch wartet bereits.

28.06.: Bei der Abfahrt um 09:00 Uhr ist der Himmel zwar noch bedeckt, aber es sieht aus, als würde es bald aufklaren. So ist es auch. Unsere erste Pause in Pfunds machen wir bereits bei strahlendem Sonnenschein und die Gefahr, auch diesen Donnerstag in Samnaun im Gewitter zu stehen sinkt gegen Null.

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Die Superpreise in Samnaun liegen heute bei 91 Cent/Liter. Gut, dass in den Varaderotank so viel rein passt. Auch der Reschensee liegt heute im Sonnenschein. Gegenüber letzter Woche ein viel freundlicherer Anblick und heute kehren wir auch nicht um, sondern fahren erst einmal runter ins Vinschgau und sofort wieder hoch auf das Stilfser Joch. Nach den günstigen Spritpreisen in Samnaun kann man sich auch einmal eine "Jochwurst" für 4,80 € gönnen. Der Preis ist echt happig, aber die Wurst schmeckt trotzdem gut.

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Bei der Abfahrt über den Umbrail haben wir einen Zwangsaufenthalt an einer Baustelle. Ein Postbus mit Anhänger sitzt fest und die zum Glück noch anwesenden Bauarbeiter müssen erst einmal die Holzabsperrungen demontieren, damit sich der Bus vorbei drücken kann. Für Klaus legen wir anschließend in Meran noch einmal einen Tankstopp ein. Der kleine Suzukitank ist nur für Reichweiten von 200 km gut und bis zum Brenner schafft er es damit nicht. An der Tanke wird uns ganz schön warm, da wir uns für die einstelligen Temperaturen auf den Pässen angezogen haben. Also schnell weiter und bei erträglicheren Temperaturen im Zentral-Kaffee in St. Leonhard je nach Gusto Eis, Kaffee und Kuchen einwerfen, bevor wir über den Jaufenpass nach Sterzing fahren.

Es ist schon ziemlich spät geworden und darum überlasse ich es meinen Mitfahrern zu entscheiden, ob sie die Brenner Bundesstraße für die Heimfahrt nehmen wollen oder lieber die Brennerautobahn mit zusätzlichen Mautgebühren. Die Entscheidung fällt für die Autobahn, was uns ca. eine ½ Stunde Fahrtzeit spart und so sind wir gegen 20:00 Uhr und nach 494 km Tageskilometern zurück in Achenkirch.

29.06.: Die gestrige Tour war für unsere Neulinge doch wieder ziemlich anstrengend und darum brechen wir heute erst wieder um 10:00 Uhr zu einer kleinen Rundreise auf. Da die kleine Mittwochstour ausgefallen ist, fahre ich heute erst einmal über Wallgau und Walchensee zur Kesselbergstraße. Dann geht es über Benediktbeuren und Bad Tölz zum Tegernsee, Schliersee und Spitzingsee. Anschließend über Bayrischzell hoch zum Sudelfeld, wo wir eine kleine Mittagsrast machen.

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Es folgt eine kleine Runde über Oberaudorf, Kiefersfelden und Thiersee bis wir wieder in Bayrischzell ankommen und uns von da auf den Rückweg machen. Heute ist aber noch Zeit für eine Kaffee- und Kuchenpause beim Waldbauer in Bayerwald.

Während Jomi und Penno schon zum Fischerwirt fahren, um ihre Motorräder für die morgige Heimfahrt auf den Anhänger zu verladen, tanken Klaus und ich unsere Motorräder dafür noch einmal auf. Zurück in Achenkirch sind wir dann um 16:45 Uhr nach 252 km.

30.06.: Wie immer bin ich der Letzte. Jomi, Penno und Klaus sind schon lange unterwegs, als ich zum Frühstück herunter komme. Nachdem ich mir noch angesehen habe, wie Fischerwirt Klaus höchstpersönlich einen Parkscheinautomaten auf dem großen Parkplatz gegenüber montiert hat, mache ich mich dann auch gegen 10:00 Uhr auf den Heimweg.

Es ist kühl, aber sonnig. Über den Sylvensteinstausee, Bad Tölz und Holzkirchen erreiche ich die Autobahn, wo ich auf der A99 schon bald im ersten Stau vor dem Autobahnkreuz München-Nord festsitze. Also umgehe ich das Kreuz, fahre in Aschheim ab und in Garching wieder auf die A9. Viel bringt das nicht. Der nächste Stau lässt nicht lange auf sich warten und bei Langenbruck fahre ich wieder von der A9 ab und nehme bis Würzburg Bundes- und Landstraßen. Ab Biebelried ist die Autobahn dann frei und ich komme gut durch. Um 19:30 Uhr und nach 705 km erreiche ich Höingen.

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