Auch in diesem Jahr finden wieder keine "offiziellen" Ritten-Race-Days (RRDs) statt und destawegen starten die MOFler die dritte Auflage der Ersatz-Ritten-Race-Days (ERRDs). Treffpunkt ist wie in den letzten Jahren wieder Mals im Vinschgau. Dieses Jahr werde ich mich von meinem neuen (und ersten) Navigationsgerät zum Treffen lotsen lassen. Für die Hin- und Rückfahrt habe ich je eine Zwischenübernachtung eingeplant und die Strecken sollen eigentlich Autobahnen so weit wie möglich meiden.

29.08.: Heute geht es los. Um halb 11 gibt mir das Garmin Zumo die erste Navigationsanweisung per Bluetooth auf das kabellose Headset. Autobahnen will ich zwar weitestgehend meiden, aber da für heute rund 540 km geplant sind, lege ich den ersten Abschnitt bis Meschede auf der A46 zurück. Von da an geht es quer durch´s Sauerland Richtung Hessen. Wettermäßig habe ich es heute gut getroffen. Es ist trocken und nicht zu warm.

Die vorher geplante Route erweist sich als schön, aber zu lang. Neben dem unfreiwilligen Aufenthalt in Miltenberg, wo ein großes Stadtfest mit entsprechendem Anfahrtsstau läuft, den ich mit der vollgepackten Maschine auf den engen Straßen auch nicht umgehen kann, habe ich die Zeit für die Fahrt über Landstraßen unterschätzt. In Öhringen habe ich erst knapp 440 km der geplanten Strecke zurück gelegt und es ist bereits 17:40 Uhr. Ich lasse also den Rest der geplanten Route fallen und "sage" dem Zumo, dass es mich auf dem schnellsten Weg zu meinem Hotel in Mühlhausen im Täle routen soll. Die Strecke geht von jetzt an über Autobahnen und es erweist sich als glückliche Fügung, dass ich die erste Zwischenübernachtung in einem Hotel gewählt habe, das in unmittelbarer Nähe einer Autobahnabfahrt liegt.

Gegen 19:00 Uhr erreiche ich nach 578 Tageskilometern den Gasthof Falken in Mühlhausen im Täle, wo ich sehr freundlich aufgenommen werde. Dass der Gasthof auch eine eigene Metzgerei hat, habe ich bei der Planung bewusst einkalkuliert und es macht sich beim abendlichen Zwiebelrostbraten positiv bemerkbar.

Tagesetappe von Ense-Höingen nach Mühlhausen im Täle

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Route zum ansehen und "abfliegen" in Google Earth *)

30.08.: Die Wetteraussichten für heute sind nicht berauschend. Für den Alpenraum sind schwere Gewitterregen angesagt.

Bei der Abfahrt um 9:45 Uhr ist es aber noch trocken. Es geht Richtung Bodensee. Ab 13:00 Uhr fängt es an sich einzuregnen. Den Bodensee, Lichtenstein und Teile der Schweiz "erFAHRe" ich bei teils heftigem Regen. Erst kurz nach Davos hört der Regen auf. Der Flüela ist noch wolkenverhangen, aber schon trocken. Am Ofenpass ist Richtung Italien schon die Sonne zu sehen.

Als ich kurz vor 18:00 Uhr nach 386 Tageskilometern in Mals ankomme, sind einige meiner Kollegen bereits da. Im Hotel Greif beziehe ich ein sehr komfortables und großes Zimmer und den Tag lassen wir nach einem hervorragenden Abendessen in der Vinothek vom Hotel Greif ausklingen.

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Tagesetappe von Mühlhausen im Täle nach Mals

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31.08.: Um 10:00 Uhr brechen wir zu der heutigen Tagestour auf. Das Wetter ist wie bestellt: sonnig, trocken und nicht zu warm. Zuerst geht es heute hoch auf das Stilfser Joch, wo wir in der Tibethütte eine Kaffeepause einlegen und von der Terrasse aus das Joch und die "Fahrmanöver" der übrigen Passbesucher beobachten und natürlich auch kritisch bewerten. *grins*

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Richtung Bormio geht es das Joch wieder hinunter. Nach einem kurzen Zwangsaufenthalt an Kehre 16, wo der AbkürzungsMÄN einen sensationellen Stunt abliefert,

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geht es von Bormio aus zur Mittagspause in Livignio. Die günstigen, da zollfreien Spritpreise nutzen wir natürlich noch zum tanken und weiter geht´s zum Berninapass und später über den Ofenpass zurück nach Mals. 214 kurze, aber interessante Kilometer.

Tagestour

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Route zum ansehen und "abfliegen" in Google Earth *)

01.09.: Auch heute wird es wieder ein sonniger Tag. Wir haben die Gruppen geteilt und zusammen mit Det und Schumi fahre ich heute erst einmal zur Reschner Alm oberhalb des Reschensees. Los geht es leicht verspätet um 10:30 Uhr, da unsere Motorräder vor dem Hotel Greif von einer Laienschauspieltruppe blockiert werden. Auf der Reschner Alm gibt es zum einen einen spitzen Kaffee und zum anderen einen spitzen Ausblick auf den Reschensee.

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Über die Norberthöhe und Martina fahren wir anschließend nach Crusch zum Mittagessen. Gestärkt mit Spaghetti und Espresso folgt (mal wieder) der Flüela- und danach der Albulapass. Über den bereits ausreichend bekannten Ofenpass erreichen wir Mals nach 254 Tageskilometern. Abends muss die letzte Flasche Schiessstand in der Vinothek dran glauben.

Tagestour

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02.09.: Morgens liefert der Blick aus dem Fenster eine ungewöhnliche Ansicht: Die Straße vor dem Hotel ist schaumbedeckt und weiter oben stehen vor der Greif Dependance "Grauer Bär" jede Menge Feuerwehrleute. Nachts hat es heftig gebrannt. Meine Kollegen, die ihre Motorräder in der Scheune direkt neben dem Brandherd geparkt hatten, wurden gegen 4:30 Uhr alarmiert die Moppeds aus der Scheune zu holen. Später heißt es, dass Mals Glück hatte, dass die Nacht windstill war. So hat der Brand "nur" 5 Häuser getroffen. Bei Wind hätte es in den engen Gassen von Mals für die Feuerwehr ganz übel ausgesehen. Und ich hab von der ganzen Geschichte nichts mitbekommen. Ob es am Schiessstand oder an den Ohrenstöpseln gelegen hat? *grübel*

Nach der üblichen Verabschiedung breche ich um 10:00 Uhr auf. Vorbei am Reschensee geht es heute zuerst nach Samnaun, wo ich die Varadero noch zollfrei auftanke und auch gleich ein kleines Geburtstagsgeschenk für Veras morgigen Geburtstag besorge. Über das Hahntennjoch

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erreiche ich Deutschland und das Oberjoch. Weiter geht es durch das Allgäu und Schwaben, bis ich gegen 18:00 Uhr und nach 444 km mein heutiges Etappenziel, das Hotel Storchenmühle in Fichtenau-Lautenbach erreiche.

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Tagesetappe von Mals nach Fichtenau-Lautenbach

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Route zum ansehen und "abfliegen" in Google Earth *)

03.09.: Das schöne Wetter ist endgültig vorbei. Heute werde ich wieder nass. Bei der Abfahrt um 9:30 Uhr ist es noch trocken, aber der Regen lässt nicht lange auf sich warten. Erst am frühen Nachmittag wird es wieder trocken und Höingen erreiche ich gegen 17:30 Uhr nach 449 km mit trockenen Klamotten.

Tagesetappe von Fichtenau-Lautenbach nach Ense-Höingen

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Route zum ansehen und "abfliegen" in Google Earth *)

Bildershow

*) Hierfür muss Google Earth auf dem Computer installiert sein. Google Earth ist hier kostenlos erhältlich.

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