Motorradtour Frankreich/Bretagne vom 16.05. bis 24.05.2009
        

1. Tag: Anfahrt von Ense nach Rouen am 16.05.2009

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Route zum ansehen und "abfliegen" in Google Earth *)

Das Wetter war an den Tagen vor der Abfahrt schon nicht besonders gut, aber in der Nacht vorher hat es ordentlich geregnet. Morgens ist die Welt wieder in Ordnung. Die Sonne scheint, aber es ist angenehm kühl. Das richtige Fahrtwetter.

Da die Varadero die Regennacht ausnahmsweise unter dem Carport verbracht hat, brauche ich sie noch nicht mal abwischen, als ich meine Sachen aufrödele. Gegen 8:30 Uhr geht es dann los. Erst ein kleines Stück Landstraße und dann zum erstem Mal über die neue Autobahnauffahrt Werl-Süd auf die A44. Autobahnen und Schnellstraßen werden heute (leider) meine bevorzugten Strecken sein. Der heutige Zielort Rouen liegt ja nicht gerade "um die Ecke" und irgendwann gegen 17:00 Uhr will ich da sein. Ausschließlich über Bundes- (bzw. National-) und Landstraßen nicht machbar.

Zunächst komme ich auch zügig voran. Bei Köln schlägt mal wieder der Stau zu. Die knapp 5 km vom Kreuz Köln-Nord bis zur Anschlussstelle Bocklemünd kosten mich wegen eines liegen gebliebenen LKWs eine ½ Stunde.

Meine erste Pause mache ich kurz danach um 10:30 Uhr. Eigentlich wollte ich danach ja in Aachen-Brand tanken. Aber irgendwie hatte ich die Entfernung falsch in Erinnerung. Aachen-Brand ist bereits nach knapp 180 km erreicht und der Tank der Varadero noch fast halbvoll. Getankt wird darum erst nach rund 350 km in Belgien.

Zum vergrößern bitte klickenKurz nach der französischen Grenze sehe dann bei Valenciennes aus den Augenwinkeln Ralf auf einem Parkplatz stehen. Ich hatte zwar damit gerechnet, dass ich die große Gruppe noch vor Rouen einhole oder zumindest zeitgleich ankomme, obwohl die rund 1 Stunde früher losgefahren sind und ca. 100 km weniger Anfahrt haben (viele Leute und lange Pausen kosten halt Zeit, die man als Einzelfahrer einsparen kann), aber soooo früh hatte ich nicht damit nicht gerechnet. Und warum standen da auf dem Parkplatz so wenig Motorräder? Zum anhalten ist es zu spät und ich fahre erst einmal weiter bis zur ersten Mautstelle der A2, wo ich eine kleine Pause einlege, nachdem ich das Ticket gezogen habe.

Kurze Zeit später trudeln weitere Motorräder an der Mautstation ein. Wesentlich mehr, als bei Ralf auf dem Parkplatz gestanden hatten und Ralf ist nicht dabei. Kurz bevor die Gruppe weiterfährt sehe ich aber noch, dass es doch ein Teil unserer Gruppe ist. Die Sache wird immer verworrener, klärt sich aber bald nach einer kurzen "Verfolgung". Die Batterie von Ralfs NTV hat ihren Geist aufgegeben und er muss jetzt auf dem Parkplatz auf eine Ersatzbatterie warten. Da das (wegen der Mittagszeit) dauert, ist der Rest der Gruppe vorgefahren, hat auf dem letzten Rastplatz Pause gemacht (an dem ich vorbei gefahren bin) und will jetzt - wie ich - direkt über die mautpflichtige Autobahn nach Rouen.

Dass ausgerechnet Ralf das Malheur mit der Batterie trifft, sehe ich als schlechtes Vorzeichen. Aber gegen einen Plattenschluss in der Batterie ist auch der beste "Straßenschrauber" (O-Ton Ralf über sich selbst in einer Ausgabe der MOTORRAD in 2008) machtlos.

Zum vergrößern bitte klickenIch schließe mich daher der Gruppe, die aus Rolf (heute als Aushilfstourguide), Hille und Hans-Jürgen, Hartmut mit Sozia Ramona, Alfons mit Sozia Brigitte und als Frankreichtouren-Neuling Andreas auf einer Triumph Street Triple besteht, an und nach einer weiteren Pause auf der "Aire de la Mare Du Bois" an der A29 erreichen wir gegen 16:30 Uhr und (für mich) nach rund 640 km unser "Hotel Ibis Rouen Centre Rive Gauche" in Rouen.

Hier warten wir auf Ralf, der nach der Reparatur mit Uwe und Gerd zu uns stoßen will und auf "unsere Wahl-Luxemburger" Friedrich und Willy, die auch gesondert anreisen.

Zum vergrößern bitte klickenIn der "La Petite Auberge" ist heute leider geschlossene Gesellschaft, so dass Ralf für uns da nicht reservieren konnte. Als Ersatz geht´s zum "Le P´tit Bec", wo es zwar auch lecker schmeckt, die Portionen aber eher … nun ja … minimalistisch ausfallen.

Morgen geht es weiter nach Saint Malo.

Bildershow

        

*) Hierfür muss Google Earth auf dem Computer installiert sein. Google Earth ist hier kostenlos erhältlich.

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